Roth InstitutWissensjournal

Führungskräfte & Resilienz

Meeting im Büro

Die Widerstandsfähigkeit von Managern

Führungskräfte müssen über eine hohe Resilienz verfügen. Doch was ist Resilienz genau?

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, mit problematischen Situationen, Druck und Ungewissheit zurechtzukommen – eine Art Widerstandskraft, die es uns möglich macht, Schicksalsschläge oder schwierige Situationen zu überstehen, ohne einen großen mentalen Schaden davonzutragen. Also genau das, was Führungskräfte in Ihrem stressigen Arbeitsalltag benötigen, oder?

Bei der Resilienz spricht man von einer sogenannten „Flexibilitäts-Kompetenz“. Es gibt insgesamt sieben Faktoren, die einen hoch-resilienten Menschen beschreiben: Dazu gehören Emotionssteuerung, Selbstwirksamkeits-überzeugung, Optimismus, Empathie, Kausalanalyse, Impulskontrolle und Zielorientierung.  

Resilienz hat im Privat- wie auch im Arbeitsleben eine hohe Bedeutung für die psychische Gesundheit eines Menschen. Die steigende Zahl der Burn-out-Patienten in dynamischen Arbeitsumfeldern sowie der zunehmende Konsum von Suchtmitteln, gerade auch unter Führungskräften, zeigen, dass Resilienz in der Arbeitswelt eine immer wichtigere Rolle spielt. 

Führungspersönlichkeiten müssen mit immer tiefer greifenden Veränderungsprozessen und komplexeren Vorgängen im Unternehmen umgehen und fühlen sich dadurch oftmals einem sehr hohen Druck ausgesetzt. Ihre Resilienz befindet sich somit dauerhaft auf dem Prüfstand.

Aufgrund ihrer hohen Verantwortung sowie ihrer Vorbildfunktion für Mitarbeiter müssen Führungskräfte jedoch über eine ausgeprägte psychische Widerstandsfähigkeit verfügen. Diese ist laut aktuellen Studien dann gewährleistet, wenn ein hohes Maß an Verantwortung besteht und das Bedürfnis nach Orientierung erfüllt wird. Auf diese Weise wird auch die Selbstwirksamkeit eines Individuums verstärkt. 

Neueste Studien gehen davon aus, dass die Fähigkeit zur Resilienz weiterentwickelt werden kann. Führungskräfte haben also durchaus die Möglichkeit, ihre eigene Resilienz und die ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, indem sie sich zum Beispiel selbst reflektieren und schrittweise durch Selbstmanagement und gute Führungskräfteausbildung einen resilienten Führungsstil entwickeln. 

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